Die Stiftung hat eine eigene Website: www.viacordis-stiftung.ch

Newsletter 01 / 2018

Neuausrichtung VIA CORDIS Stiftung


Gegen Ende seines ersten Amtsjahres kann der Stiftungsrat über die Neuausrichtung der VIA CORDIS Stiftung wie folgt informieren:

1. Situation der Stiftung nach dem Verkauf des Dorothea-Hauses
Mit dem erfolgreichen Verkauf des Dorothea-Hauses standen der bis dahin beinahe bankrotten Stiftung einerseits plötzlich frei verfügbare Eigenmittel in der Höhe von ca. CHF 1.5 Mio. zur Verfügung und andererseits war der bisher primäre Stiftungszweck, nämlich die Unterstützung der VIA CORDIS durch die Verwaltung des Hauses, dahingefallen.
Die im Zeitpunkt des Verkaufes noch vorhandenen Darlehen und Hypotheken konnten vollumfänglich zurückbezahlt werden. Zusammen mit Buchhaltung und Revisionsstelle wurde sorgfältig geprüft, dass ursprüngliche Darlehen nur dann in Spenden umgewandelt worden sind, wenn der/die Darlehensgeber/Darlehensgeberin mit einer solchen Umwandlung ausdrücklich einverstanden war.

2. Optionen
Welche Möglichkeiten standen dem damaligen Stiftungsrat offen?

Ein Transfer der Eigenmittel der Stiftung an den Verein war aufgrund der Statuten ausgeschlossen und wäre auch von der Aufsichtsbehörde nicht genehmigt worden.

Eine Rückzahlung der Eigenmittel an die ursprünglichen Spender war aus steuerrechtlichen wie aufsichtsrechtlichen Gründen unmöglich.

Eine Liquidation der Stiftung hätte zur Folge gehabt, dass die Eigenmittel auf eine Vereinigung mit ähnlicher Zielsetzung hätte überführt werden müssen.

Da die verfügbaren Eigenmittel zu einem wesentlichen Teil durch ursprüngliche Spenden entstanden waren, welche zur nachhaltigen Förderung der VIA CORDIS Bewegung gewährt wurden – eben ursprünglich in der Form der Beheimatung im Dorotheahaus – hat sich der Stiftungsrat entschlossen, die Zielsetzung der Stiftung neu zu fassen und damit zu ermöglichen, dass die nun zur Verfügung stehenden Eigenmittel durch Vergabungen weiterhin nachhaltig dem Ziel der VIA CORDIS Bewegung wie auch der Friedensarbeit (Bruder Klaus) zur Verfügung stehen.

3. Neukonstituierung
Aus den vorerwähnten Überlegungen wurde der Zweck der Stiftung neu gefasst und zwar wie folgt
„Die VIA CORDIS Stiftung unterstützt innovative Projekte im Bereich der christlichen Kontemplation sowie der Friedensarbeit in interreligiöser und interkultureller Offenheit.“

Für die neue Zwecksetzung wurde auch der Stiftungsrat neu besetzt und zwar wie folgt:

  • Andreas Haffter, Präsident (wie bisher)

  • Anemone Eglin (neu), Theologin, Kontemplationslehrerin VC

  • Claudia Kohli (neu), Dozentin für praktische Theologie (Universität Bern)

  • Andreas Haas (neu), ref. Pfarrer (Citykirche Zug)

4. Die verfügbaren Eigenmittel
Wie ist die Stiftung genau zu diesen doch nicht gerade unwesentlichen, frei verfügbaren Eigenmitteln gekommen?

Vorab ist an dieser Stelle mit aller Deutlichkeit zu unterstreichen, dass dieses positive Resultat einzig und allein auf den erfolgreichen Verkaufes der Liegenschaft zurück ging, welcher seinerseits ein Ergebnis des Arbeitsprojektes „Friedenshaus Flüeli-Ranft“ war, welche eine engagierte und finanzstarke Käuferschaft vom Potential des Hauses überzeugen konnte. Ohne einen solchen erfolgreichen Verkauf wäre die ursprüngliche VIA CORDIS Stiftung mehr oder weniger vor dem Konkurs gestanden.

Der Erwerb des Dorothea-Hauses war allerdings nur durch die zahlreichen Spenden und Darlehen von VIA CORDIS nahe stehenden Personen möglich geworden. Vom Zeitpunkt des Erwerbs bis zum Verkauf des Dorothea-Hauses wurden kontinuierlich viele der ursprünglichen Darlehen in Spenden umgewandelt. Eine solche Umwandlung geschah allerdings immer nur, wenn sich der/die DarlehensgeberIn damit ausdrücklich einverstanden erklärte.

Die im Zeitpunkt des Verkaufs noch existierenden Darlehen wurden vollumfänglich zurückbezahlt. Der Verkaufspreis abzüglich der Privatdarlehen, der Bankhypothek sowie der Verkaufsunkosten ergaben dann die frei verfügbaren Eigenmittel.

Sollten in diesem Zusammenhang Fragen bzw. Unklarheiten bestehen, wenden Sie sich ungeniert an den Präsidenten des Stiftungsrates.

5. Die Verwaltung der Eigenmittel
Dem neuen Stiftungsrat ist es ein Anliegen, die letztlich aus hervorgegangenen Eigenmittel sorgfältig und nachhaltig zu verwalten. Aus diesem Grund hat sich der Stiftungsrat entschieden, die frei verfügbaren Eigenmittel durch die auf nachhaltige Vermögensverwaltung spezialisierte Firma Invethos AG in nachhaltige, sozial engagierte und doch auch renditebringende Anlagen zu investieren. Damit sollen nicht nur auf der Vergabeseite sondern auch auf der Verwaltungsseite die Ziele der Stiftung bestmöglich nachgelebt werden.

6. Die Vergabegrundsätze der neuen VIA CORDIS Stiftung
Wie sich bereits aus dem neu gefassten Stiftungszweck ergibt, beabsichtigt die VIA CORDIS Stiftung innovative und nachhaltige Projekte im Bereich der Kontemplation und der Friedensarbeit zu fördern.

Dabei versteht sich die Stiftung offen und breit ausgerichtet. Es sollen Projekte aus dem Kreis der VIA CORDIS Bewegung gefördert werden, aber auch Projekte von aussenstehenden Trägerschaften, im Interesse des Innovationsgeistes und der nachhaltigen Weiterentwicklung der VIA CORDIS Bewegung.

Ausdrücklich nicht unterstützt werden Projekte, die sich auf Liegenschaften beziehen, lediglich Betriebsdefizite decken sollen oder bloss von Einzelpersonen getragen werden.

Weitere Details der Vergaberichtlinien finden sich auf der Homepage der Stiftung www.viacordis-stiftung.ch.
Bei Fragen können Sie sich gerne an Anemone Eglin wenden.

7. Unterstützte Projekte
Im laufenden Jahr wurden der Stiftung drei Gesuche eingereicht.
Genehmigt hat die Stiftung das Projekt des Vereins ZentrumRanft, Projekt Ranfter Gespräche „Spiritualität und Christentum- Islam“ sowie das Projekt Stilles Zürich vom gleichnamigen Verein. Beide Projekte wurden mit je CHF 5‘000.00 unterstützt.

Der Stiftungsrat beabsichtigt, auch in Zukunft über die unterstützten Projekte regelmässig zu informieren.

Bei weiteren Fragen steht der Stiftungsrat gerne zur Verfügung.

Andreas Haffter
Präsident VIA CORDIS Stiftung

Zürich/Flüeli-Ranft, den 4. Dezember 2018